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Im psychiatrischen Kontext rückt der Partizipationsgedanke, der durch die UN-Behindertenrechtskonventionen deutlich an Aktualität gewinnt, immer stärker in den Vordergrund. Neben dem Werkstattrat und dessen Vertretern in den einzelnen Einrichtungen, existieren bisher nur wenige Partizipationsmöglichkeiten im Rahmen der beruflichen Rehabilitation in Werkstätten für Menschen mit psychischer Erkrankung. Aus dem humanistischen Grundverständnis ergibt sich, dass jedem Menschen, über den eine Entscheidung getroffen wird, mindestens die Möglichkeit gegeben werden sollte, in die Entscheidungsfindung einbezogen zu werden, was auch der Slogan „Nichts über uns ohne uns" der beteiligten Betroffenenvertreter der UN-Behindertenrechtskonvention verdeutlicht. Basierend auf dieser Forderung liegt der Fokus dieses Buches auf der Partizipation im Bereich Arbeit in Werkstätten für Menschen mit psychischer Erkrankung und kreist um die Frage, welche partizipativen Instrumente und Prozesse bereits ihre Anwendung finden und inwieweit sich Verbesserungspotentiale unter der Berücksichtigung des Partizipationsgedankens ergeben. Darüber hinaus soll dargestellt werden, wie der Partizipationsgedanke im Bereich Arbeit und Beschäftigung durch die Einführung personenzentrierter, einrichtungsübergreifender und partizipativer Hilfe- oder Teilhabeplanungsinstrumente ausgebaut werden könnte.